Donnerstag, 24.01.2019 – Intervalle…alle…alle

Donnerstag, 24.01.2019 – Intervalle…alle…alle

Soll: Laufen 6 x 800m GA2 + 200m Traben

Ist: Frank hatte schon gestern vorsorglich angefragt, ob wir die Intervalle nicht zusammen laufen sollen und dies am besten um 10 Uhr im benachbarten Stadion in Seeheim – Jugenheim.
„Benachbart“ trifft hier nur insoweit zu, als dass es nah zu seiner Arbeitsstelle ist und relativ nah zu meinem Wohnort, nicht aber nah zu MEINER Arbeitsstelle.
Was wären meine Alternativen? Auf der 400m Bahn in der Nähe meiner Arbeitsstelle – auch „Kartoffelacker“ genannt und berüchtigt für seine Löcher? Oder abends nach der Arbeit laufen – also quasi wenn man es sich gedanklich schon auf dem warmen Sofa bequem gemacht hat?
Ich beschließe, den Tag Homeoffice zu machen und die Mittagspause in den Vormittag zu verlegen.
Eine Nachfrage bei Frank, warum das ganze am Vormittag geschehen muss, ergab die Auskunft, dass er Mittags zum Flieger muss. Geschäftsreise.
Aha.

Was da oben nicht steht ist, dass die 800er Intervalle in 3:20 gelaufen werden sollen. Das macht auf 200er Durchgangszeiten runtergerechnet eine Zwischenzeit von 50 Sekunden – und das widerum hört sich nach den ganzen schnellen 200ern nicht soo wahnsinnig schnell an. Also eigentlich eher nach einem gemütlichen Läufchen.

Wie sehr ich mich da täuschen sollte.

Dass das Warmlaufen bei den Temperaturen herausfordernd würde, war mir schon klar als ich vor die Tür gegangen bin. Normalerweise kann ich dann, wenn’s drauf ankommt, trotzdem ganz gut Tempo machen.
Heute war das Tempo hart an der Kotzgrenze. Ich habe die 3:20 mit ach und krach geschafft und musste direkt nach der Ziellinie erstmal stehen bleiben, um wieder genügend Sauerstoff in meine Lungen zu pumpen.

Wäre ich alleine hier gewesen, hätte ich jetzt meine Sachen gepackt und wäre frustriert nach Hause gefahren. Aber Frank war ja dabei….
Der war zwar etwas langsamer als ich, ihm schien das Tempo aber nicht das Geringste auszumachen. Jedenfalls joggte er locker plaudernd nach den Intervallen an mir vorbei und nötigte mich dazu, mein Schnaufen einzustellen und ihm hinterher zu trotten.
Die ganze Prozedur wiederholte sich noch weitere fünf Male, dann war Schluss. Zum Glück war er dann noch so kompromissbereit, dass wir das zehnminütige Auslaufen auf fünf Minuten reduzieren konnten.

Und wieder mal reift in mir die Erkenntnis, dass man fünf Jahre nicht einfach ignorieren kann. Sicherlich war es beim letzten Mal etwas wärmer, als ich 800er Intervalle laufen musste, so dass ich nicht so sehr unter der Kälte zu leiden hatte. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass ich so sehr kämpfen musste, um die Zeiten gerade so zu erreichen.
Mmmh, habe gerade mal nach meinem Erlebnisbericht von vor fünf Jahren gesucht. War auch arschkalt. Ich lasse mich zwar nicht darüber aus, ob die Zeiten locker machbar waren, aber dass ich Nahtot Erlebnisse hatte, kann ich dem Bericht auch nicht eben entnehmen.

Scheiß körperlicher Verfall.

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