Donnerstag, 22.09.2017 – nix los im Trainingsplan

Im 10km Trainingsplan steht nix drin. Ironman Trainingsplan hab ich noch keinen. Also mache ich mein normales Arbeitswegeprogramm und laufe morgens hin und fahre abends mit dem Rad wieder zurück.

Eigentlich wäre das ja alles völlig unspektakulär, wenn nicht vor kurzem Strava in mein leben getreten wäre. Seitdem ist irgendwie alles anders. Früher bin ich mit dem Smartphone rumgerannt und habe die Dinge, die ich tat, auf runtastic hochgeladen. Genervt hat mich daran zwei Dinge: zum einen wird man penetrant dazu aufgefordert, eine Premium-Mitgliedschaft abzuschließen, zum anderen bin ich dort mit meinem Chef „befreundet“. Das heißt, er sieht jedesmal, wenn ich statt Ruhm und Ansehen meines Arbeitgebers zu mehren, lieber eine Runde durch den Wald drehe.
Dabei kriege ich das doch beides parallel gestemmt. :smokin:

Jetzt also wie gesagt Strava. Natürlich gibt es auf meinem Arbeitsweg einige Segmente, in denen es gilt, sich mit anderen Sportlern einen kleinen Wettkampf zu liefern. Und so kommt es, dass ich lieber nochmal einen kleinen Umweg mache, weil ich gerade meine, mich in der Form meines Lebens zu befinden.
Hinterher kommt dann raus, dass ich 13. von 30 bin – also gemeinhin eher zur Gattung „Schleicher“ zähle. Aber das wird sich garantiert die nächsten Wochen noch ändern. :lookaroun:

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Mittwoch, 21.09.2016 – Bestandsaufnahme

Gestern habe ich ja schon kurz erläutert, was Wettkampftechnisch in dieser Saison gelaufen ist.  Das Training dafür sah überwiegend so aus, dass ich ein- bis höchstens zweimal die Woche gelaufen bin, fast täglich mit dem Rad zur Arbeit gefahren bin und zum Schwimmen nur dann ging, wenn danach Präsidiumssitzung war (also ca. einmal im Monat).
So wie mein Training abnahm, nahm meine Körperfülle zu, so dass am Ende 6kg mehr auf der Waage standen als beim letzten IM. :(

Ich weiß auch nicht so recht, was mich bewogen hat, in Hamburg starten zu wollen. Verfolgt habe ich die Spekulationen, wonach 2017 erstmals dort ein Ironman ausgetragen wird ja schon länger. So richtig Lust bekam ich erst nach dem BerlinMan am vorletzten Wochenende. Und die Lust auf einen schnellen 10km Lauf bekam ich nach dem letzten Wochenende, an dem ich beim Bessunger Stadtlauf über die 10km gestartet bin und mit knapp 43 Minuten gar nicht mal sooo schlecht abgeschnitten habe.

Jedenfalls habe ich mir daraufhin erstmal einen Trainingsplan für 10km unter 40 Minuten erstellt und den noch ein wenig „angereichert“. So werde ich meinen Arbeitsweg jetzt zukünftig immer abwechselnd radfahrend oder laufend bewältigen. Konkret fahre ich Montagfrüh mit dem Rad zur Arbeit und laufe abends nach Hause. Dienstag laufe ich hin und fahre mit dem Rad zurück. Mittwoch wie Montag und Donnerstag wie Dienstag.
Am Freitag nehme ich das Auto weil ich dann die Einkäufe für das Wochenende mache und laufe dafür in der Mittagspause.
Heute früh bin ich also mit dem Rad zur Arbeit und zurück gelaufen. Der Trainingsplan sagte was von 60min ruhigem Dauerlauf und das habe ich dann auch so umgesetzt.

Bin im Plan :lookaroun:

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Dienstag, 20.09.2016 – Es geht wieder los.

Puh, war das ein Stück Arbeit, hier den ganzen Staub wegzuwischen, Spinnenweben wegzumachen und die Systeme wieder hochzufahren.
Über ein Jahr hat diese Seite jetzt brach gelegen – im sportlichen Niemandsland vergessen und zurückgelassen.
Mein sportliches Jahr verlief analog dazu: leichte bis mittelmäßige Anstrengungen verhalfen mir dazu, die sportlichen Herausforderungen, zu denen ich mich regelmäßig in geistiger Umnachtung habe überreden lassen, einigermaßen unbeschadet zu überstehen.

Im einzelnen wären da zu nennen:

Mastersliga (Hessenliga): beim ersten Rennen war ich so unfit, dass ein Start an Peinlichkeit nicht mehr zu übertreffen gewesen wäre. Beim Versuch, innerhalb von vier Wochen wenigstens ansatzweise so etwas wie Fitness zu erlangen, kam was kommen musste: Überlastung und Totalausfall. Ich war nicht traurig drum, hatte aber dennoch ein schlechtes Gewissen. :(
Zweiter potentieller Start: Irgendwie muss ich diesen Termin verdrängt haben, jedenfalls bin ich einen Tag vorher in den Urlaub geflogen. :pfeif:
Dritter Termin (wir haben mittlerweile Mitte August): es hilft alles nix – ich muss ran. Ergebnis: nach dem Schwimmen Vorletzter, fulminante Aufholjagd auf dem Rad, Strafminute nach dem Rad (wegen zu spät kommens und zu spätem Rad Check-In) und dann gar nicht locker 10km hinten raus gelaufen. Summa summarum vierter im Team und damit Streichergebnis (deutlich). :heul:
Vierter und damit letzter Termin: da klar war, dass ich wieder als Streichergebnis das Rennen beenden würde, wechsel ich in die Seniorenliga, um die Mannschaft zu verstärken :lachen:und den Aufstieg in die 1. Seniorenliga zu ermöglichen.
Zu meinem großen Erstaunen geht die Rechnung sogar auf: in der Mastersliga wäre ich Letzter gewesen, in der Seniorenliga werde ich im Team Erster. :yeah:
Fazit: Aufstieg geglückt und die Erkenntnis, dass die richtige Heißdüsen in der Mastersliga starten.

Transalp: Im Frühjahr habe ich mich dazu überreden lassen, bei einem Alpencross mitzumachen (oder habe ich die anderen überredet, mich mitzunehmen? :upset:).
Na, egal. Jedenfalls ging es von Martigny bis nach Ventimiglia am Mittelmeer.Die Strecke soll mit dem Crosser gefahren werden und in den Wochen davor musste ich bei diversen gemeinsamen Trainingsausfahrten feststellen, dass meine „Leistung“ der limitierende Faktor der Fahrt werden wird. :rolleyes:
Zusammenfassend kann man sagen, dass es ganz OK war. Am ersten Tag bin ich auf dem Zahnfleisch in unserer Unterkunft angekommen – so ungefähr eine halbe bis dreiviertel Stunde nach den anderen. Es kam sogar noch einer zurückgefahren, um zu gucken, ob ich ’ne Radpanne habe. Hatte ich aber nicht, nur bin ich mit der Höhenluft und dem Streckenprofil nicht so ganz klar gekommen. Als Abendessen konnte ich nur Suppe essen :(
Bin dann aber zusehends besser mit den Bedingungen klargekommen und war ab dem dritten Tag wenigstens nur noch Vorletzter (von vier).
Zu Ende gefahren sind wir die Tour nicht, weil einer unserer Mitfahrer auf der drittletzten Etappe schwer gestürzt ist. Wir haben es dann vorgezogen, die Heimfahrt vorzeitig anzutreten.

24h Rad am Ring: Ende Juli stand dann 24h Rad am Ring auf dem Zettel. Auch hier hatte ich mich wieder in grandioser Selbstüberschätzung bzw. Ignorierens meiner maladen Form angemeldet. Zum Glück nicht als Einzelstarter, dafür im 2er Team. Auch nicht viel besser. :dead:
Wer jetzt meint, dass ich durch den Alpencross Bums ohne Ende in den Beinen habe, hat sich genauso geirrt wie ich. Geplant hatten wir, 22 Runden zu fahren – also jeder elf Runden. Herausgekommen sind 16 Runden – jeder acht. Lag wohl auch an der falschen Renneinteilung. Tagsüber jede Runde zu wechseln, lässt einem keine Gelegenheit zu regenerieren. Und das immer wieder Aufraffen nach einer Stunde, hat massiv an der Motivation gezerrt. Ansonsten eigentlich ne ganz schöne Veranstaltung.

BerlinMan: Zu dieser Veranstaltung hatte ich mich während der letzten Hawaiinacht angemeldet. Genug Bier intus verleitet zu grandiosen Selbstüberschätzungen und der Lüge einem selbst gegenüber, dass man bis dahin in der Form seines Lebens sein würde und alles gut wird.  :rolleyes:
Man sollte angetrunkenen Menschen das Tablet wegnehmen….
Frank hatte schon frühzeitig angedeutet, dass er sich nicht mehr verpflichtet sieht, dort zu starten. Allen anderen ist das auch ohne sein Statement klar gewesen: seit seinem letzten sportlichen Highlight ist er im Bereich der Hüfte deutlich auseinander gegangen, so dass ich schon von Vereinsfreunden gefragt wurde, ob das auf eine Krankheit zurückzuführen sei.
Als dann auch noch Hendrik kurz vor dem Wettkampftermin eine Erkältung aufweisen konnte, dachte ich, dass ich jetzt unbeschadet aus der Nummer rauskomme. Aber leider haben wir für Frank einen Ersatzstarter gefunden und Hendrik wollte unbedingt als Coach mitkommen. Also doch gestartet. :rolleyes:
Im Nachhinein betrachtet war die Veranstaltung ganz OK. Schwimmen war dank Neo zu ertragen, Radstrecke ist überwiegend flach und von daher wie für mich geschaffen. Nur das Laufen am Ende hat echt an meiner Motivation genagt. Aber da war ja Hendrik zur Stelle, der mich zum Weitermachen animierte.
Habs dann sogar noch unter fünf Stunden geschafft. :lookaroun:

Und nun?

Zum einen ist da noch die Sache mit meinen zwei sportlichen Zielen: Marathon sub3 und 10km Lauf sub40.
Ersteres scheint mir ziemlich ambitioniert, letzteres machbar. Deshalb habe ich mir jetzt einen Trainingsplan erstellt, um dieses Ziel Anfang Dezember zu erreichen. Beim Marathon sub3 schaun wir dann mal…

Dann ist da in den letzten Tagen die Ankündigung hinzu gekommen, dass 2017 erstmals ein Ironman in Hamburg ausgetragen werden soll. Von der Idee, dort zu starten, war ich sofort total begeistert und nachdem Nora ihr OK gegeben hat, werde ich am nächsten Freitag um 13 Uhr am Rechner sitzen, um mich anzumelden. :jaja:

Drückt mir die Daumen. :daumen:

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Sonntag, 05.07.2015 – der vorerst letzte Tag

Soll: Ironman Frankfurt
swim: 1.08-1.13
bike:4.58-5.06, erste 20min piano, an Anstiegen nicht zu dick treten!!!
run:3.38-3.47, erster km NICHT schneller als 6.00/km, 2.Km 5.50/km, dann auf 5.12/km beschleunigen

Ist: Finde die vorgegebenen Zeiten jetzt gar nicht sooo unrealistisch und will mich überraschen lassen was passiert.
Mit dem Einschlafen habe ich keine Problem und erst der Wecker holt mich aus dem Schlaf. Um drei Uhr stehe ich auf, so habe ich noch eine Stunde Zeit, bis mich Martin abholt. Wir wollen noch Frank abholen und dann nach Frankfurt fahren, um von dort mit dem Shuttlebus zum Start zu fahren. Das hat den Vorteil, dass wir nach dem Rennen gleich das Auto vor Ort haben und nicht noch wieder zum Langener Waldsee fahren müssen, um dort das Auto abzuholen.
Stehe um vier Uhr auf der Straße – aber kein Martin ist da. Gegenüber wuselt Uwe in der Küche rum und er versichert mir, dass ich mit ihm mitfahren kann, falls Martin nicht kommt.
Ich komme aus der Nummer also nicht mehr raus. :rolleyes:

Kurz danach kommt Martin tatsächlich noch.  Dann noch Frank abgeholt und ab nach Frankfurt. Dort angekommen, haben wir kein Problem, einen Parkplatz zu finden. Vom Parkplatz müssen wir noch etwa 500 Meter bis zur Bushaltestelle gehen, dann sitzen wir im Bus zum Langener Waldsee und sind bestens aufgelegt.

In der Wechselzone angekommen, mache ich meine Getränke fertig und versuche, irgendwo meinen Schlauchreifen festzumachen.
Jaja… eigentlich hatte ich ja gesagt, dass ich darauf verzichte. Dann habe ich aber doch noch ein wenig Angst bekommen, dass ich wegen eines Reifendefekts irgendwo in the middle of nowhere hängenbleibe und zusehen kann, wie ich wieder nach Hause komme.
Am Ende habe ich ihn irgendwie zwischen Lenkkopf und Lenkertrinkflasche mit Panzertape festgefrickelt. Eine Verbindung, die nicht lange halten sollte, wie sich später herausstellte. :(
Auf die Reifen noch neun Bar gepumpt, über meinen Zweiteiler noch einen Einteiler zum Schwimmen angezogen (der Zweiteiler hat große Taschen am Rücken und meine Befürchtung war, dass die sich wie ein Bremsfallschirm mit Wasser füllen) und dann etwas orientierungslos zum Strand. Dort habe ich vor lauter Zuschauern nicht so genau gewusst, wo ich überhaupt hin muss, fand dann aber irgendwo einen Torbogen und bin zielstrebig darauf zu. Dort wurde ich aber abgewiesen, weil das der „Eingang“ für die zweite Startgruppe war. Ich war ja nun in der ersten Startgruppe und musste einen anderen Eingang nehmen.
Die Zeit wurde jetzt etwas knapp. :erstaunt:
Gerade als die Nationalhymne angestimmt wird, erreiche ich den Startbereich, wo ich auf Udo treffe. Ich präge mir nochmal ein, wo ich in etwa hinschwimmen muss – und schon gehts los.
Das Wasser war wirklich angenehm warm – von daher ging das mit dem Neoverbot vollkommen in Ordnung. Das Schwimmen war auch total easy, da in der ersten Startgruppe ja nur 500 Starter waren.
Laut Plan sollte der Landgang nach 1500 Metern kommen. Etwas zerknirscht war ich, dass meine Uhr dort ziemlich genau eine halbe Stunde anzeigte. Das war ja mal eine richtige Grottenzeit. :heul:
Jetzt kam eine Gerade von etwa 1000 Meter bis zur nächsten Wendeboje. Also stellte ich mich auf weitere 20 Minuten ein – zumal ich merkte, dass meine Kräfte ein klein wenig nachließen. Zu meinem Erstaunen zeigte meine Uhr für diese Strecke „nur“ 17 Minuten. Der Plan vom Veranstalter schien also nicht so ganz zu stimmen.
Nach 1:11 habe ich wieder festen Boden unter den Füßen – bis zum Überqueren der Zeitmessmatte kommen noch ein paar Sekunden dazu, so dass es eine 1:12 wird. Da ich schon mit einer 1:16 gerechnet hatte, war ich noch so einigermaßen zufrieden. Passte ja auch gerade noch so in die Vorgabe des Trainers (s.o.).
Der Wechsel verlief problemlos und mein Rad habe ich auch sofort gefunden. Also rauf auf den Hobel und losgefahren. Hier zeigte sich schon nach zwei Kilometern, dass meine Panzertape Konstruktion nicht geeignet war, den Schlauchreifen für 180 Kilometer an seinem Platz zu halten. Spätestens auf der Hanauer Landstraße mit seinen Schlaglöchern hätte ich mich von dem Ding verabschieden können. Also den Schlauchreifen ganz abgemacht und in die Rückentasche gesteckt – aerodynamisch gesehen natürlich der Ober-GAU :(

Das Radfahren begann eigentlich ganz angenehm. Ich fühlte mich wohl und konnte richtig Druck machen. Dabei habe ich mir auf dem Tacho nur Wattzahl, Trittfrequenz und Gesamtkilometer anzeigen lassen. Ich wollte mich nicht durch die Anzeige der Geschwindigkeit unter Druck setzen.
Vor dem Ende der ersten Runde merkte ich jedoch, wie mir übel wurde, mehr und mehr die Kräfte schwanden und wie ich über das Aufgeben nachdachte. Allein der Gedanke, noch eine weitere Runde fahren zu müssen, hat mir mental den Stecker gezogen. Ich dachte nur immer „ich bin diese Runde schon hundert mal gefahren. Und heute fahre ich sie zum 101. und 102. mal und darauf habe ich keinen Bock.“

Die letzte Konsequenz bleibt dann ja doch meistens aus: „was soll ich jetzt am Römer?“, „dann muss ich ewig auf die anderen warten“, „wie komme ich wieder nach Hause?“

Also hab ich mich auf die zweite Runde gemacht. :rolleyes:

Dort habe ich an der ersten Verpflegungsstation als erstes meine Flasche mit den Gels entsorgt. Ich war fest davon überzeugt, dass diese ekligen pappsüßen und total warmen Gels für meine Magenprobleme gesorgt haben. Also Gelflasche weggeworfen und dafür eine Flasche mit Cola und eine mit Wasser angenommen. Die Cola erwies sich als genauso eklig wie das Gel: lauwarm und mit Wasser verdünnt. :kuebeln:
Also habe ich ab sofort nur noch Iso und Wasser zu mir genommen. Beides war angenehm kühl und das Iso hat sogar noch recht lecker geschmeckt.
Die Hitze fand ich erträglich, aber dennoch lief es absolut nicht rund. Mein Ziel, höchstens 5:05 zu brauchen, konnte ich schon komplett vergessen. Ich war auch mittlerweile total unmotiviert, das Rennen überhaupt zu Ende zu bringen.

Ich überlegte, nach dem Radfahren einfach im Wechselzelt sitzen zu bleiben und auf Frank zu warten. Ihn könnte ich ja dazu überreden, das Laufen sein zu lassen und stattdessen irgendwo ein Bier trinken zu gehen. :alc:
Dann war ich mir aber nicht ganz sicher, ob er mitmacht. Schließlich war er in den letzten Wochen sehr akribisch, was das Umsetzen des Trainingsplanes betraf. Am Ende würde er noch laufen wollen und wäre sogar noch schneller als ich. Dann hätte ich mit Zitronen gehandelt. :eek:

Im Wechselzelt treffe ich auf einen Vereinskollegen, der genauso unmotiviert ist wie ich. Quatsche noch ein wenig mit ihm und mache mich dann auf den Weg.
Ich kann nicht behaupten, dass sich meine Beine frisch angefühlt hätten. Ich war ziemlich langsam und die linke Niere schmerzte.
Hab kurz darüber nachgedacht, dass der Leiter der Notfallmedizin verkündet hatte, dass er auf Rennabbruch drängen wird, wenn zu viele Athleten medizinisch versorgt werden müssen. Das wäre natürlich meine Chance, aus der Nummer ohne Gesichtsverlust rauszukommen. Als ich jedoch zum ersten Sanizelt komme, liegt da gerade mal einer auf der Bahre – und der sah eigentlich auch noch ansprechbar aus. Die Option konnte ich also vergessen. :(
Stattdessen traf ich jetzt ca. alle 1000 Meter entweder Arbeits- oder Vereinskollegen – und ich nahm jede Möglichkeit zu einer Pause dankbar an.
Die erste Runde war dementsprechend langsam. Auf der zweiten Runde gabs nicht mehr so viel zu erzählen, so dass ich da eigentlich etwas schneller sein müsste. Verglichen habe ich das aber noch nicht. Ich war jedes mal heilfroh, zu einer Verpflegung zu kommen, weil man sich hier vernünftig kühlen konnte und ausreichend zu trinken bekam. Bis auf Red Bull und Salzwasser habe ich wirklich alles an Getränken in mich reingeschüttet (Wasser, ISO, Cola).
Auf dem Rad hatte ich jede Stunde eine Salztablette genommen – von daher war ich überzeugt, dass das reichen sollte.

Richtig fies wurde es dann nochmal gegen Ende, als ich merkte, dass ich theoretisch noch eine Chance habe, unter 11 Stunden zu finishen. Also die letzten drei Verpflegungsstationen nur noch zum Abkühlen genutzt und mein Wohlfühltempo eingetauscht gegen etwas, was mir nochmal richtige Schmerzen in den Beinen verursachte.

Am Ende hat sich dieser kurzzeitige Aufwand gelohnt. Mit 10:58 bin ich noch unter der 11 Stunden Marke geblieben.
Im Ziel habe ich mich dann erstmal intensiv dem Stand mit dem Weizenbier gewidmet. :alc:
Dass es kein alkoholfreies Weizen gab, fanden einige fahrlässig – mir war das völlig wurscht.

Jetzt begann für mich das lange Warten auf Martin und Frank.
Martin kam dann etwa zwei Stunden und Frank 2:15 Stunden nach mir ins Ziel.

Für mich beginnt jetzt eine hoffentlich glücklichere Zeit mit Sport, wenn ich das Bedürfnis habe, Sport zu treiben. Ich werde mit Sicherheit weiter Triathlon machen – aber ich werde mit Sicherheit im nächsten Jahr keine Langdistanz machen. Ich weiß nicht mal, ob ich 2017 eine Langdistanz machen werde, oder überhaupt noch einmal in meinem Leben.
Erst muss die Lust auf hohe Trainingsumfänge wieder zurückkehren – dann werde ich auch über diese Ziele nachdenken.
Vielleicht gibt es ja noch einmal ein Comeback in der M55.

Jetzt mache ich erst mal Pause, werde die todo-Liste der unerledigten Dinge am Haus versuchen, etwas einzudampfen und dann kommt die Vorbereitung für den Berlin Marathon Ende September. Dort wollte ich eigentlich unter 3h laufen – aber das hat sich mittlerweile auch wieder ein wenig relativiert.

Wir werden sehen. :lookaroun:

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Samstag, 04.07.2015 – der Tag vor dem Tag

Soll: Vorbelastung Rad 30min

Ist: Ich starte um 6:30 und fahre zum Bäcker. Also nicht auf direktem Weg, sonst komme ich ja nicht auf eine halbe Stunde.
Warm ist es. :rolleyes:
Als ich nach der halben Stunde wieder zu Hause bin, ist mein Einteiler durchgeschwitzt.

Den halben Rest des Tages verbringe ich im Freibad – dort allerdings im Schatten. Muss mir ja nicht schon einen Tag vorher einen Sonnenstich holen.

Mit meinem Nachbarn verabrede ich, dass wir so gegen sechs Uhr am Abend die Räder einchecken wollen. Wir fahren um viertel nach fünf los und holen auf dem Weg noch Frank ab.
Am Langener Waldsee ist die Hölle los und es ist kein Vor-und Zurückkommen möglich. Während man Uwe seine Nervosität deutlich anmerkt (das HB-Männchen hätte bei ihm locker in die Lehre gehen können), sind Frank und ich tiefenentspannt.
Irgendwann werden wir schon auf dem Parkplatz ankommen…
Das sind wir dann auch und checken unsere Räder ein.

Mein Rad werde ich morgen früh sicher schnell finden. Bin ja eher langsam im Schwimmen und da ich in der ersten Startgruppe um 6:50 bin, werden die meisten Räder um mich herum schon weg sein. Außerdem stehe ich fast am Ende der Reihe – so dass ich schon völlig verwirrt sein muss, um daran vorbeizulaufen.
Bei meinem Radbeutel bin ich mir da schon nicht mehr ganz so sicher. :( Der hängt ja nun inmitten gleichfarbiger Beutel.
Was das Radfahren angeht, stand ja nun heute auch noch die Entscheidung an, ob ich einen Ersatz-Schlauchreifen mitnehmen soll oder nicht. Hab noch versucht, den Ersatz irgendwie auf ein Maß zusammen zu knoten, dass ich nicht mit einem Windsegel hinter mir rumfahre – aber vergeblich.
Daraufhin habe ich kurz überlegt, wie oft ich schon eine Reifenpanne in einem Wettkampf hatte, bin auf genau null gekommen und habe den Schlauchreifen wieder weggelegt. Ich hab ja außerdem Pannenmilch im Reifen und die kann eine ganze Menge abdichten.
Wird sich morgen zeigen, ob das so eine gute Idee war. In der Athleteninfo steht, dass es zwar drei Pannenfahrzeuge gibt, die aber nur Werkzeug und keine Ersatzreifen, etc. dabei haben.
Was meine Nervosität im Moment angeht, muss ich feststellen, dass ich absolut tiefenentspannt bin. OK, bei dem Gedanken, dass ich morgen um drei Uhr aufstehen muss, bin ich schon ein wenig angespannt, aber ansonsten glaube ich, dass das ein schöner und anstrengender Wettkampf wird, bei dem es für mich eigentlich um nichts geht, außer ins Ziel zu kommen. Persönliche Bestzeit? Schneller als 9:45 werde ich sowieso nicht mehr – und bei dem Wetter schon gar nicht. Hawaii – Quali? Nochmal drei Monate 20 Stunden pro Woche trainieren und am Wochenende ständig auf dem Rad hocken? Bloß nicht.
Der morgige Tag ist sowas wie der Tag der Befreiung für mich. Ich mache mich frei von meinen Trainingsfesseln und werde die nächsten Wochen und Monate nur noch Sport machen, wenn ich Lust darauf habe und nicht weil es in meinem Trainingsplan steht.

Von daher wirds morgen ein schönes Rennen. :lookaroun:

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Freitag, 03.07.2015 – heute nix

Soll: Athletiktraining

Ist: Der Trainingsplan kann mich mal.

Bin früh im Büro und auch früh wieder zu Hause.
Startunterlagen hatte ich gestern schon abgeholt also ist den Rest des Tages chillen angesagt.

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Donnerstag, 02.07.2015 – Vorbelastung Schwimmen

Soll: Vorbelastung Schwimmen
300m ein
10 x 100m Pullbuoy only easy P 0:10
10 x 50m hart, P 0:30
100 – 300m locker aus

Ist: Ich bin um sieben Uhr morgens mit Frank im Nordbad verabredet. Da ich gestern direkt von der Arbeit mit dem Triathlonrad gestartet bin, habe ich meine Klamotten im Büro gelassen, so auch den Schlüssel für meinen Spind in der Umkleide vom Nordbad.
Also noch eine Schleife ins Büro eingelegt und um zehn nach sieben im Bad gewesen.
Frank hat sich dem Vereinstraining angeschlossen, aber da sind morgens auf der vermeintlichen Krampenbahn nur die (in meinen Augen) Super-Cracks unterwegs, die mich mindestens einmal alle 300m überrunden (wenn ich überhaupt so weit komme).
Ich beschließe, auf die freien Bahnen auszuweichen, aber selbst hier ist – dem Wetter sei Dank – die Hölle los.
Einziger Unterschied zu vorgestern: es springen keine kleinen Kinder vom Beckenrand, weil die alle in die Schule müssen. Ansonsten ist aber wieder alles vertreten: orientierungslose Rentner, Bleienten, die altdeutsch Rücken schwimmen und Brustschwimmer, die dermaßen zur Seite austreten, dass man garantiert mit gebrochenem Oberschenkel aus dem Wasser gezerrt wird, wenn man einen der Tritte abbekommt.
Nach 1000m beende ich das Schwimmen und fahre genervt ins Büro.

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Mittwoch, 01.07.2015 – genau mein Wetter?

Soll: Radfahren 1,5 h
20 min locker einfahren
2 x 8 min in IM-Pace, dazwischen 10 min easy
Rest locker ausfahren

Koppellauf: 15 Minuten

Ist: Ich fahre mit Victor Frankenstein zur Arbeit, um von dort zu starten.
Frank ist – alter Streber – schon morgens um sechs gefahren. Ich hatte auch kurz darüber nachgedacht, das ganze dann aber aus Gründen übelster Müdigkeit auf den Nachmittag verschoben.
Also in sengender Hitze losgefahren und mehr oder minder das vorgegebene Programm gefahren. Insgesamt war ich wohl mehr als die 2 x 8 min in IM Tempo unterwegs. Lief aber auch gut.

Der Koppellauf war schon ziemlich grenzwertig. Schon nach wenigen Minuten hat man das Gefühl, die Wüste Gobi im Mund zu haben – und ich hatte nichts zu trinken dabei.
Bei den 15 Minuten musste ich mich schon ganz schön anstrengen, um nicht Gehpausen machen zu müssen.

Nun erzähle ich ja jedem, dass mir Hitze eigentlich gar nicht so viel ausmacht. Weiß nicht so genau, ob das wirklich stimmt, aber andererseits habe ich ja Texas und in gewisser Hinsicht auch Hawaii ganz gut auf die Reihe bekommen. Warum also sollte es am Sonntag in Frankfurt anders sein?

Wenn ich jedoch nichts zu trinken habe, wird das ganze ziemlich schnell ganz anders aussehen.
In Frankfurt stehen die Verpflegungsstationen zwei Kilometer auseinander. Der Lauf heute hat gezeigt dass das schon fast zu lang ist.

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Dienstag, 30.06.2015 – Trainingseinstieg

Soll: Laufen 3 x 1000m in 4:25
Schwimmen
300m ein
6 x 50m Brust Arme / Kraul Beine
30 x 50m Pullbuoy only, Pause 0:20
200m aus

Ist: Ich wage den Trainingseinstieg und begebe mich zu dem Zweck auf die Aschenbahn im Bürgerpark. Frank ist nicht dabei. Er ist schon morgens um sechs gelaufen, was angesichts der Temperaturen die klügere Entscheidung war.
Meine Fresse, ist das heiß. Und heute gehts noch gegenüber dem, was uns die nächsten Tage erwartet.

Die 3 x 1000m waren gut zu laufen – nur irgendwann klebt einem wirklich die Zunge am Gaumen fest.

Im Anschluss habe ich mich mit Frank zum schwimmen getroffen. Nachteil bei der Hitze ist ganz klar, dass es die halbe Stadt ins Schwimmbecken zieht. Und da wir für das offizielle Schwimmtraining deutlich zu früh waren, mussten wir uns die Bahn mit quer schwimmenden Kindern und orientierungslosen Rentnern teilen. Normal wäre das vielleicht noch ein prima Wettkampftraining gewesen, weil man sich da ja auch irgendwie gegen seine Mitstreiter durchsetzen muss. Wenn einem aber auch ständig Schwimmer auf der eigenen Bahn entgegen kommen und an den Beckenrändern noch kleine Kinder vom Startblock springen, macht es auch keinen Spaß mehr. Irgendwann haben wir entnervt aufgegeben und sind zum duschen gegangen.

Fazit: Trainingseinstieg so halbwegs geglückt.

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Montag, 29.06.2015 – wat soll’s

Soll: Athletiktraining

Ist: Mir ist alles scheißegal. Starten – nicht starten. Ins Ziel kommen – nicht ins Ziel kommen. Wat soll’s? :alc:

Der Wetterbericht verkündet für Sonntag den heißesten Tag bislang in diesem Jahr. Wunderzeiten sind da sowieso nicht zu erwarten und irgendwie werde ich mich schon durchwurschteln.
Was bin ich froh, wenn der Scheiß endlich rum ist.

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