Samstag, 14.09.2019 – early bird

Samstag, 14.09.2019 – early bird

Soll: Laufen 6 x 1000m 1. Einheit / Rad GA1 4:00 flach 2. Einheit

Ist: Der Bessunger Lauf startet erst um 16:45 Uhr. Anschließend noch vier Stunden Rad fahren kann ich da eigentlich knicken. Neben der dann vermutlich fehlenden Motivation kommt noch das fehlende Tageslicht hinzu. Was bleibt mir also anderes übrig, als zuerst Rad zu fahren und später dann geringfügig mehr als 6 x 1000m zu laufen?

Gestern Abend hat mich Nora noch gefragt, ob ich heute wieder ganz früh los will, was ich zunächst verneinte.
Andererseits wäre das eigentlich gar nicht so verkehrt. So bringe ich wenigstens noch etwas Zeit zwischen die beiden Einheiten.
Weil ich zu faul bin, eine Strecke zu planen, frage ich Garmin Connect nach einer Strecke von ca. 100km. Man kann dort die gewünschte Streckenlänge und die Himmelsrichtung angeben und schon bekommt man einen Streckenvorschlag unterbreitet. Richtung Süden kam wieder die Strecke heraus, die ich nach Dossenheim gefahren bin. Die war zwar ganz OK, ich hatte aber keine Lust, schon wieder durch Heidelberg zu fahren. Richtung Westen kam die App dann offenbar mit dem Rhein nicht klar – jedenfalls kam immer wieder eine Fehlermeldung. Richtung Norden wollte ich nicht so recht, blieb also nur noch der Osten übrig. Das wäre zwar nicht flach, aber man muss ja nur einen kleineren Gang wählen, dann fährt man so gut wie flach.
Stelle mir den Wecker auf fünf Uhr und bevor ich mich hinlege, hänge ich nochmal meine Lampen an die Steckdose.
Ich weiß nicht warum, aber um halb fünf ist die Nacht zu Ende. Ausgeschlafen.
Also stehe ich auf, mache mir nen Kaffee und zwei Brote, packe meine Sachen und setze mich aufs Rad. Es ist 5:15 Uhr und draußen ist es sackdunkel – wenn man vom Mondlicht absieht.
Bin erstaunt, in wie vielen Fenstern schon Licht brennt und auch auf der Straße ist schon was los. Ich hoffe bei jedem Auto das mich überholt, dass sich der Alkoholpegel des Fahrers bei 0% und der Aufmerksamkeitspegel bei 100% befindet.
In den Sonnenaufgang hinein zu fahren ist schon irgendwie was Besonderes und als ich das erste mal auf eine Anhöhe komme, bietet sich mir ein tolles Panorama.

Irgendwann überquere ich den Main, fahre auf der anderen Seite wieder etwas Richtung Norden, um dann wieder Richtung Darmstadt zurück zu fahren.
Hole beim Bäcker noch Brötchen und bin nach knapp 106km und vier Stunden Fahrt wieder zu Hause.

Jetzt also noch der Lauf.
Wir fahren relativ früh hin, da unsere Zwergin um 13 Uhr beim Purzellauf über 750 Meter mitläuft.
Nachdem sie den ins Ziel gebracht hat, heißt es warten….
Um 16 Uhr startet der 5,3 Kilometer Lauf, bei dem Nora startet. 45 Minuten später bin ich dran. Das Warmlaufen fühlt sich an, als wäre ich seit Wochen nicht mehr gelaufen.

Und was gibts zum Lauf selbst zu sagen? 10 Kilometer sind irgendwie immer kacke, egal wie gut man trainiert hat. Man läuft ständig Kotzgrenze und hofft, dass es endlich vorbei ist. Hier kommt noch dazu, dass die Laufstrecke immer leicht bergauf und bergab geht. So kommen auf die 10km ca. 100 Höhenmeter hinzu.
Nach 43 Minuten bin ich im Ziel und bin damit fast genauso schnell wie bei meinen beiden letzten Teilnahmen.
Bilde mir ein, dass das ganz gut ist in Anbetracht der Radfahrt am Morgen.

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