Dienstag, 07.10.14 – ist schon geil hier

Dienstag, 07.10.14 – ist schon geil hier

Also wenn man erstmal den Reisestress und die ganzen Willkommensbiere weggesteckt hat, dann lässt sich das hier so richtig gut an. OK, bis gestern hatte ich gedacht, dass ich keine Probleme mit der Zeitumstellung habe, bis ich dann um kurz vor fünf einfach so weggenickert bin. Resultat: ich hätte heute Nacht um zwei locker zum schwimmen gehen können, habs mir dann aber doch verkniffen.

Dafür bin ich heute früh raus und bin runter zum Pier. Statt der gestrigen eine Stunde, musste ich heute nur eine halbe Stunde schwimmen, dementsprechend kurzweilig war das Programm.
Auch heute bot sich wieder das gleiche Bild wie gestern – ich hatte eher das Gefühl, dass es noch ein wenig voller als gestern war.

Danach bin ich erstmal wieder nach Hause und habe gefrühstückt. Während des Frühstücks ein wenig im Internet gesurft und via Triathlon-Szene Forum auf diese Seite gelangt. Mein spontanes Urteil: absolut lesenswert.

Insbesondere der Eintrag „Ich will die harte Tour“ hat mich ziemlich beeindruckt und mir klargemacht, dass ich hier nicht ein Rennen in der Comfortzone erwarten darf und will. Genau das macht es doch aus: die eigenen Grenzen erfahren, die Monotonie der Strecke im Kopf verarbeiten, den permanenten Drang, einfach aufzugeben zu unterdrücken. Ja, ich will auch die harte Tour und ich werde sie bekommen – da bin ich mir ganz sicher.

Belegen lässt sich das mit dem weiteren Training am heutigen Tag.

Doch zunächst geht es zum Athleten Check-In. Also Startunterlagen abholen. Nachdem ich einen schönen? Rucksack mein Eigen nennen darf und meine Startnummer mit meinem (falsch geschriebenen) Namen in der Hand halte, geht es aufs Rad, um 1,5 Stunden im GA1 Bereich zu radeln. Da ich den Pulsmesser zu Hause gelassen habe, mein Wattmesser definitiv die Grätsche gemacht hat, ist GA1 also eine Definitionssache.

Die Sonne brennt mir zwar ganz schön auf den Pelz und der Wind ist auch allgegenwärtig, aber scheinbar nur von der Seite. Oder ich bin gut drauf? Kein Vergleich jedenfalls zu Sonntag, als ich mich echt über die Strecke gequält habe. Es flutscht einfach und ich hätte noch ewig so weiterfahren können.

Ging doch schon richtig gut, oder?
Ging doch schon richtig gut, oder?

Der anschließende Koppellauf kam da wie gerufen, um die aufkommende Euphorie sofort einzubremsen. Meine Fresse! Nicht einmal drei Kilometer, aber die haben es echt in sich gehabt. Das wird richtig geil am Samstag. Dagegen war Texas ein lauer Frühlingsabend.

Ich bin gespannt und ich freue mich. Heute ist mir das erst so richtig klar geworden, wie geil es einfach ist, hier dabei zu sein. Hier geht es nicht um Platzierung und Bestzeit. Nicht um das wie, sondern einfach nur um das ob.

Und ich will das Ding nach Hause bringen.

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