Sonntag, 05.05.2019 – Radmarathon

Sonntag, 05.05.2019 – Radmarathon

Soll: Rad GA1 5:00 mit bergigem Profil

Ist: Wie gestern angekündigt, fahre ich heute beim Griesheimer Radmarathon mit. Eigentlich eine kleine feine Veranstaltung, bei der man im Verbund eine große und eine kleine Runde fährt, unterbrochen von einer gemeinsamen Mittagspause. Ich habe zusammen mit Martin und Frank vorab die Gruppe 30H gewählt. Das bedeutet, 30er Schnitt und H steht für Höhenmeter. Während die anderen Gruppen höchstens mal eine Autobahn überqueren und so auf eine übersichtliche Anzahl von Höhenmetern kommen, fährt die Gruppe 30H nochmal kurz in den Odenwald und sammelt den ein oder anderen Höhenmeter ein.

Die Voraussetzungen für heute waren nicht ganz so schlimm wie letztes Jahr (da hat es nach 20km angefangen aus Eimern zu schütten), mit 1° Celsius am Morgen aber auch alles andere als kuschelig.
Das ist auch Frank aufgefallen und so fragte er schon gestern vorsichtig an, wer denn so verrückt sei und bei solchen Temperaturen freiwillig Rad fahren würde.
Sofort findet er in Hendrik einen Verbündeten.
Seinen Vorschlag, stattdessen um 7 Uhr eine gemütliche Runde zu drehen, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Der Radmarathon startet um 6:30 Uhr und ich gehe mal nicht davon aus (und der Wetterbericht auch nicht), dass es innerhalb dieser halben Stunde merklich wärmer wird.
Wie auch immer: Frank und Hendrik schwächeln und so werde ich wohl mit Martin allein fahren.
Um 5:40 Uhr mache ich mich mit dem Rad auf den Weg nach Griesheim. Vor Ort noch einen Kaffee getrunken und mich dann mit ca. 20 anderen Radlern pünktlich um halb sieben auf den Weg gemacht.
Die Temperaturen sind erträglich, lediglich die Fingerspitzen sind etwas kalt.
Meine Befürchtung, dass es richtig zur Sache geht, sobald die ersten Steigungen auftauchen, bewahrheitet sich zum Glück nicht. Die Geschwindigkeit ist zu keinem Zeitpunkt herausfordernd.
Was viel ätzender ist, ist die Tatsache dass man weiter hinten im Feld einen ständigen Zieharmonika-Effekt hat. Ständig muss man abbremsen, wieder beschleunigen, abbremsen…
Das ist so nervig.
Nach 130 km ist die erste Runde zu Ende und wir sind wieder am Ausgangspunkt. Nach einem Teller Nudeln erklärt mir Martin, dass er sein Tagessoll erreicht habe und jetzt Feierabend macht.
Fahre ich eben ohne ihn weiter.
Nach weiteren 72km ist auch die zweite Runde zu Ende und ich fahre weiter nach Hause.

Zusammenfassend muss ich feststellen, dass ich hier vermutlich so schnell nicht mehr mitfahren werde. Die Orga ist super und dadurch, dass vorne immer mindestens ein Tour Guide fährt, ist auch gewährleistet, dass keiner wilde Sau spielt und das Tempo nach oben treibt.
Aaaber: Tempo 30 im Feld ist zum einen sehr meditativ, zum anderen muss man aber ständig 100% konzentriert sein, weil vorne irgendwer immer mal kurz die Beine hochnimmt, sich das Tempo dadurch leicht verringert, der Hintermann bremst, der dahinter noch stärker bremst und wenn man am Ende fährt muss man dauernd bremsen, beschleunigen, etc.
Früher wurde immer durchgetauscht, so dass man automatisch nach vorne gespült wurde. Das haben sie zwischenzeitlich geändert und so hängt man an der Position fest, an der man gestartet ist.

Aber immerhin 200+ km gefahren – wenn auch nicht am Stück.

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