Sonntag, 23.03.2014 – mein erster Duathlon dieses Jahr

Sonntag, 23.03.2014 – mein erster Duathlon dieses Jahr

Nein, kein Wettkampf, sondern 40 Minuten Nüchternlauf, 4,5 Stunden Radfahren mit bergigem Profil und ein 20-minütiger Kopellauf.
Um nach dem Nüchternlauf nicht noch einen Nüchtern-Ride zu machen, laufe ich um sieben Uhr los.
…naja, laufen ist vielleicht nicht die richtige Bezeichnung für das, was ich da mache. Vom Gefühl her würde ich es eher als schnelles Walken bezeichnen. Schneller als 5:30 min/km schaffe ich nicht und selbst das fällt mir so schwer, dass ich aus den 40 Minuten nur 30 Minuten mache. Dafür bleibt mir anschließend mehr Zeit für das Frühstück (Haferflocken mit Banane und einen Kaffee).
Um halb neun bin ich mit Frank, Matthias und Hendrik verabredet. Eigentlich wollte Eric samt Freundin auch kommen, aber er hatte am Abend vorher schon durchklingen lassen, dass sein Wecker eine solch frühe Uhrzeit nicht kennen würde.

Studenten eben

Wir machen uns auf den Weg – und so, wie am letzten Wochenende die Tour mit 130km viel zu lang für vier Stunden war, ist heute eigentlich schon vorher klar, dass wir niemals 4,5 Stunden für die vereinbarten 95 km brauchen werden.
Doch zunächst ist wieder das allgemeine Geheule zu hören: „nicht wieder so schnell“, „ruhiges GA1, oder?“ und „wir haben’s doch nicht so eilig“.
Wer hier oft genug mitliest, weiß von wem sowas kommt.
Er war es dann auch gleich, der an der ersten nennenswerten Steigung locker das Tempo mitging, während ich an seinem Hinterrad klebte und mir überlegt, ob das nicht total bescheuert ist, hier mit knapp über 300 Watt den Berg hochzustampfen.
Weitere dreißig Sekunden später war mein Entschluss gefällt, dass ich die beiden da vorne mal ruhig ihr Tempo weiter fahren lasse und mich auf „gemütliche“ 210 bis 230 Watt zurückfallen lasse. Kann ja nicht sein, dass ich mich zum einen über zu wenig Regeneration beschwere, dann aber jeden Scheiß mitgehe.
Hendrik hatte sich da übrigens schon längst verabschiedet und wollte sein eigenes Tempo weiterfahren.
Nach etwa zwei Kilometern sind die beiden Heißdüsen mal langsam zur Vernunft gekommen und ich konnte wieder aufschließen.
Ganz rangekommen bin ich nicht, denn Frank (the tank) nahm die kurze Verschnaufpause gleich mal zum Anlass, die nächste Attacke zu fahren. Überflüssig zu erwähnen, dass er derjenige war, der anfangs am lautesten ein ruhiges Tempo gefordert hatte.

Als wir über den Berg waren, schob er seine familiären Verpflichtungen vor und verabschiedete sich von uns. Vermutlich hatte er Angst, dass wir ihn über den nächsten Berg schieben müssen.
Matthias und ich sind dann jedenfalls noch weiter gefahren und so war ich nach etwas mehr als 3,5 Stunden wieder zu Hause, wo ich mir die Laufschuhe angezogen habe, um noch einen Koppellauf zu machen.
Der ging im Gegensatz zum Vor-Frühstückslauf einigermaßen gut und ich kam wenigstens mal wieder auf ein Tempo von 5 min/km.

Dennoch bin ich unzufrieden mit meinem Trainingsplan. Momentan habe ich kein Gefühl dafür, wo ich stehe. Ein Vergleich mit meinen Trainingsfreunden ist schwierig, da sie sich in anderen Phasen der Vorbereitung befinden. So früh im Jahr startet kein anderer einen Ironman. Schwimmen ist OK. Deshalb gehe ich da momentan vermutlich auch am liebsten hin. Radfahren ist eigentlich auch ganz OK. Die 300 Watt am Berg haben mir zumindest keine brennenden Oberschenkel beschert. Aber laufen?
Schnelle Laufeinheiten mache ich ja eigentlich überhaupt nicht. Dann muss ich mich auch nicht wundern, wenn ich bei meinen Läufen kein Tempo hinbekomme.

Keine zwei Monate mehr, dann ist schon der Wettkampf. Ich denke, ich werde als nächstes mal zum DSW Lauftraining gehen. Und sei es nur, um mal ein Gefühl dafür zu bekommen, was die gerade für Tempoeinheiten machen und wie ich im Vergleich dazu stehe.

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