Dienstag, 25.02.2014 – Tag 10 auf Lanzarote

Dienstag, 25.02.2014 – Tag 10 auf Lanzarote

Wie gestern angekündigt, stehen heute fünf Stunden Rad mit bergigem Profil auf dem Plan.
Alles andere als bergig würde auch bedeuten, dass ich fünf Stunden die Straße zwischen Tinajo und Tiagua hin und her fahren dürfte. Das ist so ziemlich die einzige Straße, die hier flach ist – dafür aber auch nur fünf Kilometer lang.

Die Mühe, mir einen Plan auf gpsies zusammenzuklicken, mache ich mir dieses mal nicht. Stattdessen fahre ich das was ich kenne, in der Hoffnung, dass ich am Ende bei fünf Stunden rauskomme.

Beim morgendlichen Blick aus dem Fenster sehe ich einen wolkenverhangenen Himmel und an der Neigung der Palmen ist zu erkennen, dass der Wind seit gestern ordentlich zugelegt hat.
Also ziehe ich alles an, was ich im Schrank finden kann.
Als ich dann circa eine halbe Stunde später losfahren will, sind dann aber nur noch wenige Wolken am Himmel – so schnell geht das hier. Nur der Wind ist mir geblieben. :rolleyes:
Also ziehe ich die Beinlinge wieder aus und lasse auch die Mütze zu Hause.

Fahre durch die Timanfaya Richtung Süden – immer mit Rückenwind.
Auf dem letzten Stück kurz vor Yaiza wirds dann mit knapp 85km/h nochmal richtig schnell.
Das krasse Gegenteil bekomme ich dann ab Playa Blanca geboten. Steigung und Wind von vorne lassen die Geschwindigkeit in den einstelligen Bereich absinken.
Die nächsten 40 km geht es dann konstant gegen den Wind. Dachte ich in den letzten Tagen noch, dass mir der Wind gar nicht mehr so viel ausmachen würde, sieht das heute komplett anders aus. Ich verfluche diese Insel und kann mir nur wenige Orte vorstellen, an denen ich jetzt noch ungerner wäre. Sibirien und das Bikini Atoll wären solche Orte. Ansonsten belege ich Lanzarote mit allen erdenklichen Schimpfworten, die mir gerade einfallen – und das sind nicht wenige. Ich hoffe, dass ich wirklich nie nie nie wieder den Fehler mache, einen Flug hierher zu buchen, um hier mein Trainingslager durchzuführen.

Ab Famara habe ich dann wenigstens wieder Seitenwind und nach meinem kurzen Abstecher im Club La Santa gehts die letzten Kilometer mit Rückenwind nach Hause. Hier muss ich dann noch ein paar Schleifen anstückeln, um auf genau 5 Stunden zu kommen.

Der Wind soll die nächsten Tage nochmal zulegen auf sechs Windstärken, in Böen bis zu 60 km/h. Am Mittwoch ist erstmal Ruhetag und am Donnerstag gehts dann auf die Ironman-Strecke. Dann stehen sieben Stunden Rad auf dem Programm. Sieben Stunden allein gegen den Wind. Jetzt weiß ich erstmal, wie hart das ist. Dagegen ist jedes Trainingslager, in dem man in Gruppen fährt, die reinste Wellness-Veranstaltung. :rolleyes:

 

Immer schön mit Wind.
Immer schön mit Wind.
Hoch und runter mit konstant niedriger Geschwindigkeit.
Hoch und runter mit konstant niedriger Geschwindigkeit.

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