Mittwoch, 17.07.2019 – weiter gehts.

Mittwoch, 17.07.2019 – weiter gehts.

Soll: Irgendwas mit Training

Ist: Jetzt sind fast zwei Wochen vergangen, in denen ich hier nichts zum besten gegeben habe. Zeit genug für alle, einmal tief durchzuatmen.

Was ist in der Zwischenzeit geschehen?

Zunächst einmal habe ich am Montag Abend gleich eine Unterkunft auf Kona gebucht. Über die Option Hannes hatte ich kurz nachgedacht, diesen Gedanken aber nach einer ersten Überschlagsrechnung gleich wieder verworfen. Zu dritt hätte das ein derart großes finanzielles Loch in alle Finanzplanungen gerissen, dass ich mich davon so schnell nicht wieder erholt hätte.
Also Airbnb. Was vor fünf Jahren schon gut funktioniert hatte, dürfte dieses Jahr auch nicht schlechter sein und so habe ich nach kurzer interner Beratung eine Unterkunft gebucht.

Als nächstes kamen die Flüge dran. Da wir nicht einfach nur hin und wieder zurück fliegen, sondern nach dem Wettkampf noch ein paar Tage Urlaub machen wollten, wurden Flugverbindungen in alle möglichen Himmelsrichtungen geprüft. Von Kona nach Kanada, nach Florida, nach Südostasien, nach sonstwohin…
Und ich muss zusammenfassend schon sagen: es gibt kaum etwas, was undurchsichtiger ist, als Flüge zu buchen. Während ein Vereinskollege von mir, seinen Flug mit Air Canada gebucht hat und an einem Tag von Frankfurt nach Kona fliegen konnte (mit zwei Zwischenlandungen), konnte ich diesen Flug nicht buchen. Weder über die Webseite von Air Canada, noch über andere Buchungsportale. Selbst dann nicht, wenn ich exakt die gleichen Zwischenstationen angegeben hab. Mit Air Canada konnte ich nur mit Übernachtung in San Francisco buchen. Und das war nicht das, was ich unbedingt wollte.
Air Canada war auch nur deshalb in der engeren Wahl, weil sie das Rad zum Preis eines zweiten Koffers mitnehmen.

Irgendwann kristalisierte sich dann heraus, dass wir zurück über Toronto fliegen und dort mit dem Wohnmobil noch ein wenig die Gegend erkunden. So ist der Temperaturschock nicht ganz so groß, wenn man aus den Tropen wieder zurück ins dann winterliche Frankfurt kommt.

Hier dann das nächste Absurdum: mit United Airlines kommt man innerhalb von 19:xx Stunden nach Kona. Franfurt – SF – Kona. Ratzfatz ist man dort, ohne Stunden auf irgendwelchen Flughäfen verbringen zu müssen.
Nun könnte man meinen, dass man den Flug einfach so auf United buchen kann. Ja, geht – aber nur, wenn man Premium Economy bucht, weil in der normalen Holzklasse gibt es keine Sitze mehr. Premium Economy macht den Hinflug aber gleich mal wieder nen Tausender teurer – also nicht wirklich eine Option (sollte ich in den nächsten Wochen den Euro-Jackpot holen, denke ich darüber aber nochmal nach…).
Geht man nun auf die Lufthansa Seite, kann man dort genau diesen Flug mit United aber buchen und zwar nicht den in der Premium Economy, sondern in der ganz normalen Holzklasse.
Nun denn. Habe ich die Flüge eben über Lufthansa gebucht – auch wenn wir mit denen gar nicht fliegen.
Einen Vorgeschmack auf die Servicequalität von United habe ich dann bekommen, als ich dort anrief, um mein Sportgepäck anzumelden.
Zum einen hatte ich den Eindruck, dass die Dame gerade dabei war, zu Hause das Abendessen zuzubereiten, zum anderen war der Tonfall schon durchaus als „rustikal“ zu bezeichnen.
Nachdem ich meinen Wunsch vorgetragen hatte, war sie widerwillig bereit, einen Vermerk zu machen. Auf ihre anschließende Frage „sonst noch was?“ habe ich der Dame etwas irritiert noch einen schönen Abend gewünscht und aufgelegt.

Und was gabs sportlich gesehen in den letzten zwei Wochen?

Am Freitag nach dem Wettkampf bin ich morgens zum Schwimmen gegangen. Eigentlich wollte ich 3400m schwimmen. Eigentlich….
Aaaaber: zum einen war Udo da (der Erstplatzierte der AK) und wir hatten seeehr viel zu bereden, zum anderen zeigte sich nach den ersten Metern, dass ein klein wenig die Geschmeidigkeit in den Armen fehlte. So habe ich mich immerhin zu 1000 Metern durchgerungen und bin dann wieder raus.

Am Sonntag dann die erste Radausfahrt. Ich treffe mich mit Frank und auch hier stellen wir irgendwann fest, dass Radfahren sau anstrengend ist (vor allem, wenn auch noch Wind geht) und dass wir jetzt besser nix übers Bein brechen und lieber Piano machen.
Also bin ich nach 78 Kilometern wieder zu Hause – gerade mal knapp über einen 31er Schnitt gekommen.
Am Dienstag mache ich etwas früher Feierabend und drehe eine kleine Runde alleine.
Am Donnerstag dann das erste mal wieder die Laufschuhe angezogen. Eigentlich wollte ich nur Noras Rad am Bahnhof abholen. Da ich jedoch den falschen Fahrradschlüssel mitgenommen habe, muss ich unverrichteter Dinge wieder zurück und einen zweiten Versuch unternehmen. Wer jetzt glaubt, dass ich meinen Kilometerzähler damit in schwindelerregende Höhen getrieben habe, irrt. Gerade mal etwas mehr als 8,5km sind so zustande gekommen. Dafür alles komplett ohne Hüftschmerzen.

Am Sonntag dann die nächste längere Ausfahrt. Dieses mal mit den Kollegen vom DSW. Zum Schluss stehen knapp über 100km auf der Uhr. Die anderen schieben meine gute Form auf die Superkompensation und sind davon überzeugt, dass der Spuk am nächsten Wochenende vorbei ist und ich dann wieder hinterher fahre.
Wenn ihr euch da mal nicht täuscht.

Und sonst? Ich setze bei meinem Trainingsplan einfach wieder im März ein und mache die Dinge, die dort anstanden. Oder sagen wir mal: ich beabsichtige das so zu machen.
Denn so richtig strukturiert trainiere ich momentan nicht. Nicht dass mir die Lust fehlt, denn Bock hab ich eigentlich schon. Es fehlt nur so ein wenig die Initialzündung. Mal gucken. Vielleicht gehe ich nachher noch laufen. Morgen ist eigentlich schwimmen angesagt. Bock hab ich schon – aber werde ich auch gehen?

Morgen wissen wir mehr.

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