Dienstag, 28.05.2019 – FTP

Dienstag, 28.05.2019 – FTP

Soll: Laufen 3 x 1000m

Ist: Hatte ich schon geschrieben, dass das mit dem Laufen momentan eher schwierig ist?
Eben. Also muss eine der beiden Alternativsportarten her – und da fiel die Wahl auf…. traraaa…. Radfahren.

Draußen ist es total windig und außerdem ist es schon spät. Also fällt die Wahl auf den Smart Trainer und Zwift.

Aber was tun? Einfach eine Stunde rumrollern ohne Programm? Oder mal gucken, wo ich leistungsmäßig gerade so stehe und einen kleinen FTP Test machen?

Nochmal zur Erklärung: FTP steht für „Functional Threshold Power“ und bedeutet im Deutschen soviel wie „funktionelle Leistungsschwelle“.
Es handelt sich dabei um die maximale Leistung in Watt, die ein Athlet über den Zeitraum von einer Stunde konstant aufrecht erhalten kann.

Da aber eine Stunde volle Power ganz schön lang ist, wird der Test wie folgt absolviert: Nach einem nachhaltigen Aufwärmprogramm fährt man 20 Minuten lang so schnell (bzw. stark) man kann. Anschließend wird die Durchschnittsleistung, die über diese 20 Minuten getreten wurde, mit 0.95 multipliziert, um hochzurechnen, wie die Durchschnittsleistung über eine Stunde ausfallen würde. Dies beziffert dann den FTP-Wert.   

Als ich das Testprogramm starte überlege ich noch, ob das jetzt so eine gute Idee ist. Nachdem ich beim Schwimmen stagniere, beim Laufen derzeit gar nichts reiße, bleibt mir der schwache Hoffnungsschimmer, dass ich wenigstens beim Radfahren zugelegt habe.
Was ist jetzt, wenn mein FTP Wert unter meinem bisherigen Wert (270 Watt) liegt?
In dem Fall wäre ich völlig am Boden…

Diese Frage beschäftigt mich während des kompletten Warmfahrens (das ich als ziemlich herausfordernd empfand), ging weiter bei den Vorbelastungen und so war ich kurz davor, den Test abzubrechen, bevor die 20 Minuten anfingen.

Dann aber dachte ich mir: was solls? Ist doch völlig wurscht. Wenn ich abkacke, schiebe ich es einfach darauf, dass ich nicht ausreichend ausgeruht war (die fünf Stunden am Sonntag).

Also fangen die 20 Minuten an zu zählen und ich trete wie ein Ochse. Aaaber: habe ich diese Belastung bei den Tests zuvor immer wie eine Qual, die niemals endet empfunden, so finde ich es jetzt zwar herausfordernd, habe aber das Gefühl, dass der Test relativ schnell vorbei ist. Je Minute, die ich geschafft habe, zähle ich 5% hoch und so bin ich relativ schnell bei 25, dann 50, 75 und am Ende bei 100%.
Während ich trete, wird mir von Zwift ständig angezeigt, wie hoch mein Durchschnittswert ist – und da dieser am Ende 296 Watt anzeigt, scheint der Test ja ganz gut gelaufen zu sein.
Mit 0,95 multipliziert ergibt dies einen neuen FTP-Wert von 281 Watt und damit 11 Watt mehr als beim letzten Test.

Bin mit der Welt wieder im Reinen.

2 Gedanken zu „Dienstag, 28.05.2019 – FTP

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