Dienstag, 18.02.2014 – die Sonne scheint.

Dienstag, 18.02.2014 – die Sonne scheint.

Für heute standen unspektakuläre 50 Minuten laufen und 4,5 Stunden Radfahren auf dem Zettel. Das Laufen wollte ich dabei ganz gerne als Koppellauf durchführen, auch wenn ich morgens die Gelegenheit gehabt hätte, mit meinem „Vermieter“ zu laufen. Da der aber verdächtig oft behauptet, dass ich mich bei seinem Tempo nur langweilen würde, mache ich eben mein eigenes Ding.

Also mache ich mich um zehn Uhr auf zum Radfahren. Hab mir eine Strecke von etwa 110km rausgesucht, was für 4,5 Stunden reichen sollte, wenn man sich vor Augen hält, dass es auf dieser Insel quasi permanent bergauf und bergab geht und der Wind gefühlt immer von vorne kommt.
Und auch heute habe ich mich wieder ordentlich eingepackt. Draußen sah man zwar blauen Himmel, aber im Haus war es irgendwie arschkalt und ich fror. Also ging ich davon aus, dass es draußen genauso kalt sein müsse.
Als einziges Zugeständnis habe ich die Regenjacke weggelassen und mir die Hände eingecremt. Gestern unter der Dusche musste ich nämlich schmerzhaft feststellen, dass ich offensichtlich einen Sonnenbrand auf beiden Handrücken habe.

Nach etwa 15 Kilometer wird mir allerdings ziemlich warm unter meinen diversen Schichten Funktionskleidung. Nun hätte ich zwar Arm- und Beinlinge ablegen können, aber da ich nur die Hände eingecremt hatte, wäre mir ein weiterer Sonnenbrand sicher gewesen. Also schweren Herzens die Homebase angesteuert und erstmal Klamotten abgelegt und Haxen eingecremt. Da es auf den letzten Kilometern zur Homebase wieder deutlich kühler wurde, habe ich darauf verzichtet, kurzärmlig zu fahren, sondern habe lediglich die Armlinge durch ein dünnes Langarmshirt ausgetauscht.

Da ich jetzt keine Lust mehr hatte, wieder auf meine ursprüngliche Strecke zu gehen, bin ich Richtung Süden aufgebrochen.
Schon irre, was man hier mit Rückenwind für Geschwindigkeiten draufbekommt. Als ich an einer Stelle bergab fahre, realisiere ich, dass der Tacho schon über 80 km/h anzeigt und da fahre ich noch nicht Vollgas, weil ein dussliger Tourist mit seinem Auto vor mir dauernd abbremst.
Fahre weiter über El Gulfo, wo das Meer schon deutlich ruhiger ist. Jetzt schießt auch nicht mehr die Gischt über die Straße, so dass ich trocken bleibe. Überhaupt lassen sich heute extrem wenig Regenwolken blicken. Mein Vermieter meinte zwar nach seiner Rückkehr, dass er einen kleinen Guss abbekommen hat, aber ich wurde heute komplett verschont.
Nach El Gulfo fahre ich mit Rückenwind runter Richtung Playa Blanca. Da ich keine Lust habe, mit Steigung UND Gegenwind über den Berg zu fahren, drehe ich unten und fahre die Strecke wieder zurück.

WAS FÜR EIN UNTERSCHIED

Während ich auf der Hinfahrt selbst an Steigungen noch knappe 50 km/h fahre, muss ich jetzt aufpassen, dass der Tacho nicht in den einstelligen Bereich geht.
So geht es jetzt den ganzen Weg zurück und jetzt weiß ich auch wieder, warum meine ursprüngliche Strecke in den Norden ging. Da hätte ich nämlich auf der Heimfahrt Rückenwind gehabt. Jetzt, wo ich sowieso schon platt bin, muss ich auch noch gegen den Wind ankämpfen.
Nach 4:30:30 stehe ich wieder vor der Tür und überlege mir das mit dem Koppellauf nochmal stark. Nicht dass ich kneifen will, aber so kurz nach dem Radfahren? :rolleyes:
Um die Zeit zu überbrücken, fresse ich mich erstmal quer durch den Obstkorb. Außerdem habe ich gestern Datteln gekauft, die total lecker sind. Die einzige Frage, die mich jetzt beschäftigt ist, ab wieviel Datteln man Bauchweh bekommt. 
Nachdem ich mir noch einen Espresso gemacht und mich in der Sonne ein wenig aufgewärmt habe, mache ich mich doch noch auf den Weg. Mein Vermieter hat mir noch eine Strecke empfohlen, für die ich etwa 50 Minuten brauche (er angeblich deutlich länger).

Naja, das mit den 50 Minuten hat nicht so ganz hingehauen. Nach 45 Minuten stehe ich wieder vor der Tür und finde nicht mehr die Motivation, noch fünf Minuten dranzuhängen. Hab mir ja schließlich gestern ein kleines Polster erlaufen.

Zusammenfassung des Tages:

Rad / Lauf
116,3 km / 8,5 km
4:30:30 / 0:45:15
1269 / 70 Höhenmeter
Ø Geschw: 25,8

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